Antworten zu wichtigen Fragen

Wie gut muss man Skifahren können um am Camp teilnehmen zu können?

Man sollte jede Art von Piste im Parallelschwung und ohne Probleme bewältigen können. Erfahrung mit stangengebundenem Training sowie dem Rennlauf ist allerdings keine Voraussetzung. Es ist bei ARC nicht wichtig, dass man bereits sehr gut fährt, viel wichtiger ist uns eine gute Einstellung zum Skisport und Motivation. Mit harter Arbeit und einem professionellen Umfeld kann man im Rennsport alles erreichen. Für unsere Trainer spielt es daher keine Rolle wie gut ein Athlet fährt, jedoch erwarten wir uns, dass jeder Teilnehmer täglich sein Bestes versucht, um mit unserer Unterstützung konsequent Fortschritte zu machen.

Wie alt muss mein Kind sein?

Entsprechend unserer langjährigen Erfahrung ist eine Teilnahme ab 8 Jahren mit den entsprechenden skitechnischen Fähigkeiten problemlos. Wir hatten aber bereits jüngere Athleten in unseren Gruppen, vor allem wenn sie besonders gut Skifahren und selbständig sind. Im Privattraining kann man auch bereits ab 4 Jahren teilnehmen.

Wer kann an den Camps teilnehmen?

In unseren Camps trainieren Athleten ab 4 Jahren, der älteste Teilnehmer war bisher 84 Jahre alt. Aufgrund der zahlreichen Teilnehmer in unseren Camps, können wir entsprechende Gruppen für jeden Athleten bieten, egal ob jemand erst mit dem Rennlauf beginnen möchte, oder bereits im Weltcup startet. Die große Stärke und Kernkompetenz von ARC liegt aber definitiv in der Ausbildung von Kinder- und Jugendrennläufern.

Ist es nicht übertrieben bereits mit so jungen Kindern zu trainieren?

Ein derart komplexer Sport wie das Skifahren sollte von Beginn an mit professionellen Trainern erlernt werden. Leider werden Kinder oft von nicht gut ausgebildeten Lehrern trainiert und man benötigt danach viel Zeit und Energie um falsch einstudierte Bewegungsabläufe wieder aus dem Gedächtnis zu löschen und die richtigen abzuspeichern.

Ist es überhaupt sinnvoll, dass mein Kind so professionell trainiert? Es soll ja kein Weltcupläufer werden.

In erster Linie soll auch nicht ein eventueller Weltcupsieg der Grund für die Anmeldung im ARC sein, auch wenn es bei vielen unserer Athleten dazu geführt hat. Ein Kind sollte vielmehr einen schönen Ausgleich zur immer stressvolleren Schulsituation haben und seine Freizeit in der Natur mit Freunden aus der ganzen Welt verbringen. Leider sitzen Kinder ohnehin schon zu viel vor ihren Computern, Spielkonsolen und Mobiltelefonen. Der Skirennsport ist unserer Ansicht nach die beste Schule für das spätere Leben. Die Kinder lernen selbständig, pünktlich und organisiert zu sein. Athleten lernen hart und konsequent an ihren Zielen zu arbeiten und bekommen dafür den entsprechenden Erfolg bei den Rennen. Vor allem lernen sie auch mit Drucksituationen, Siege und Niederlagen umzugehen. Unter anderem wird auch die manchmal schwierige Zeit der Pubertät gut gemeistert und Dinge wie Alkohol, Nikotin oder Drogen finden keinen Platz in ihrem Sportlerleben.

Ich möchte nicht, dass mein Kind durch so ein professionelles Training den Spaß verliert.

Ihr Kind wird den Spaß nicht verlieren. Wenngleich die Kinder ein anstrengendes Programm zu bewältigen haben, so ist jegliches Training bei uns in eine spielerische und entspannte Atmosphäre eingebettet, an dem Kinder ihre Freude haben. Kinder verlieren den Spaß nur dann, wenn sie für ihren Einsatz keinen Fortschritt sehen und nicht belohnt werden. Ein 23. Platz mit 3,7 Sekunden Rückstand ist im Regelfall keine Belohnung! Kinder trainieren gerne und sollen auch lernen, dass man für harte Arbeit belohnt wird. Sie schätzen auch strenge Regeln und Disziplin, wenn sie die Regeln verstehen und sie als hilfreich und gerecht empfinden. Darüber hinaus bekommen die Kinder durch konsequentes Training und Erfolg ein gesundes Selbstbewusstsein.

Wie sieht ein typischer Camptag in Hintertux aus?

06:30 Trainer wecken Athleten persönlich auf
06:45 Morgensport
07:00 Frühstück
08:15 Auffahrt mit Gondelbahn und bis 12:30 Skitraining
13:30 Mittagessen im Hotel
14:00 Videoanalysen
16:00 Konditions-Training
17:30 Skipräparation
18:30 Abendessen
19:30 Campmeeting
21:30 Bettruhe für alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren

Wie sieht das Wochenprogramm im Camp aus?

Das ist ein Beispiel für ein 5 Tage Classic Camp, man kann aber gerne den Samstag als 6. Tag dazu buchen oder auch mehrere Wochen / Sessions. Der Sonntag ist normalerweise ein Ruhetag.
In den Elite Camps und Privat Camps wird das Programm individuell an den Athleten angepasst:

Sonntag
» Anreise
» Einchecken im Hotel bis 18:00
» Gemeinsames Abendessen um 18:30
» Programm-Vorstellung um 20:00

Montag
» Beginn des Ski-Trainings
» Technische Übungen zur Verbesserung der Grundposition und -bewegungen
» Videoanalyse der technischen Übungen

Dienstag
» Wiederholung und Weiterführung der technischen Übungen für Riesenslalom
» Beginn des stangengebundenen Riesenslalom Trainings
» Videoanalyse vom Riesenslalom Training

Mittwoch
» Wiederholung und Weiterführung der technischen Übungen für Riesenslalom
» Stangengebundenes Riesenslalom Training
» Videoanalyse vom Riesenslalom Training

Donnerstag
» Beginn der technischen Übungen für Slalom
» Beginn des stangengebundenen Slalom Trainings
» Videoanalyse vom Slalom Training

Freitag
» Wiederholung und Weiterführung der technischen Übungen für Slalom
» Stangengebundenes Slalom Training
» Videoanalyse vom Slalom Training

Muss die Anreise immer am Sonntag sein?

In unseren Sommer- und Herbstcamps ist es empfehlenswert, da die Skitechnik ab Montag schrittweise aufgebaut wird. In besonderen Fällen, wenn Athleten zum Beispiel keine entsprechende Flugverbindung bekommen, reagieren wir gerne flexibel und unterstützen den Athleten bestmöglich. In unseren Wintercamps kann an jedem beliebigen Tag die An- bzw. Abreise erfolgen, da wir uns in der Rennphase befinden und die Trainingsinhalte darauf ausgelegt sind.

Warum soll ich mich für das Elite Camp entscheiden?

Die geringe Gruppengröße von nur 3 bis maximal 5 Athleten pro Trainer garantiert eine sehr effiziente Ausnutzung der vorhandenen Trainingszeit. Während des Skitrainings, der täglichen Video-Analyse und dem Konditions-Training, kann der Trainer seine Rennläufer noch individueller und intensiver betreuen – dadurch sind große Fortschritte bereits vorprogrammiert. Darüber hinaus kann das Trainingsprogramm viel flexibler und individueller auf den einzelnen Athleten angepasst werden.

Wie werden die Trainingsgruppen zusammengestellt?

Da ARC immer von vielen Athleten besucht wird, sind wir in der glücklichen Lage unsere Gruppen genau nach Alter und Können einteilen zu können. Dies ist natürlich in einem Elite Camp mit nur 3-5 Athleten exakter möglich als in einem Classic Camp mit 8-9 Rennläufern.

Müssen die Kinder von ihren Eltern begleitet werden?

Wir freuen uns, wenn die Eltern mit ihren Kindern ins ARC kommen, dadurch unsere Philosophie persönlich kennen lernen und sehen wie wir mit unseren Athleten arbeiten – es ist aber nicht zwingend notwendig. Nach dem ersten gemeinsamen Aufenthalt bei ARC kommen viele Athleten alleine zu uns, da die Eltern selbst erleben wie gut wir auf ihre Kinder aufpassen. Die Trainer wecken die Kinder jeden Tag persönlich auf, betreuen und begleiten sie über den ganzen Tag. Am Abend kontrollieren sie die Zimmer mehrmals um sicher zu gehen, dass die Räume ordentlich sind und jeder pünktlich schläft.

Wie funktioniert die An- und Abreise wenn Kinder alleine kommen?

Seit vielen Jahren arbeiten wir mit dem professionellen Transferunternehmen „Four Season Travel“ zusammen. Die Athleten werden vom Fahrer mit einem ARC-Schild am Gate erwartet und direkt zu uns an die Hotelrezeption gebracht. Am Nachhauseweg wird das Kind an der Hotelrezeption abgeholt, der Fahrer hilft beim Check-in und wartet bis der Athlet durch das Gate gegangen ist.

Fahren die Kinder alleine auf die Trainingspiste, wenn keine Eltern dabei sind?

Auf keinen Fall. Auch wenn Eltern dabei sind, wird jedes Kind von einem Trainer zur Rennstrecke begleitet und persönlich ins Hotel zurückgebracht. Die Athleten sind während ihres gesamten Aufenthaltes unter Aufsicht.

Ich habe Bedenken, ob sich mein Kind alleine zu Recht findet.

Das ist verständlich, über seine Kinder macht man sich immer Sorgen – das müssen sie aber nicht. Unser Trainerteam ist 24 Stunden am Tag zur Verfügung und wird sich bestmöglich um ihr Kind kümmern. Um dies garantieren zu können, haben wir im ARC sehr strenge Campregeln:

Gelbe Karten Regeln:
- Pünktlichkeit
- Disziplin im Hotel (Tischmanieren)
- Respekt, Höflichkeit gegenüber allen Athleten und Trainern
- Ordnung im Zimmer
- Bettruhe um 21:30

Rote Karten Regeln:
- Schwimmen im Hotelpool ohne Trainer / Elternteil ist verboten
- Keine Mädchen in den Jungenzimmern und umgekehrt
- Kein Verlassen des Hotels ohne Deinen Trainer zu informieren
- Immer bei Deinem Trainer bleiben
- Kein Alkohol, Nikotin oder sonstige Drogen

Was passiert bei Missachtung der Campregeln:

Unser Camp ist bekannt für seine außerordentlich strenge Disziplin. Für die Sicherheit der Kinder und den maximalen Lernerfolg ist dies aber wichtig, dennoch muss es Kindern erlaubt sein Fehler machen zu dürfen. Darum gibt es bei Missachtung unserer „Gelben Karten Regeln“ zunächst nur eine Verwarnung.
Bei unseren „Roten Karten Regeln“ gibt es allerdings keine Ausnahme. Bei Missachtung dieser Campregeln müssen die Eltern ihr Kind sofort abholen ohne Rückerstattung der Campkosten. Wie bereits erwähnt ist unser Camp aber für seine außerordentliche Disziplin bekannt und eine solche Maßnahme war in fast 40 Jahren ARC noch nie notwendig.

Warum sind die Campregeln derart strikt?

Sicherheit für die Kinder ist unser höchstes Gebot – ich glaube da sind sich alle Eltern einig. Außerdem ist für den maximalen Lernerfolg Disziplin wichtig. ARC versteht sich nicht nur als Ausbildungszentrum für den alpinen Rennlauf, sondern will auch den Athleten wichtige Hilfestellungen für das ganze Leben geben. Wir glauben, dass die Ausübung des Skirennsportes die perfekte Vorbereitung für das spätere Leben ist, es zählen dieselben Werte / Erfolgsfaktoren: Disziplin, Ordnung, Respekt, Höflichkeit, Zielstrebigkeit.

Hat der Athlet immer denselben Trainer während seiner gesamten Trainingszeit?

Grundsätzlich ja – Trainerwechsel sind aber auch oft Teil eines abwechslungsreichen Trainings. Vor allem auch bei Athleten, die länger im Camp bleiben, ist es oft von Vorteil einen Trainerwechsel zu machen. ARC investiert viel Zeit, Energie und Geld in die Ausbildung seiner Trainer, um eine bis ins Detail einheitliche Philosophie und Technikvorstellung zu garantieren. Dies ist einer der Stärken von ARC, da der Athlet exakt dieselben Technikdetails mit anderen Worten erklärt bekommt. Im Falle eines Wechsels bekommt der neue Trainer natürlich einen Trainingsbericht in dem er genau informiert wird, was bis jetzt erarbeitet wurde und was die nächsten Lernschritte sein sollen.

Wie schaut das Programm bei schlechtem Wetter aus?

ARC trainiert grundsätzlich bei jedem Wetter! Wir wollen keine Trainingszeit unserer internationalen Athleten verschwenden und halten es auch für einen wichtigen Bestandteil unserer Ausbildung sich mit der Natur auseinander zu setzen. Regen, Schneefall, Wind oder Nebel gibt es auch bei Skirennen, darum muss auch an diesen Tagen konsequent trainiert werden. Sogenannte „Schönwettertrainierer“ können keine Champions werden. Falls es einmal so schlechtes Wetter geben sollte, dass der Lift nicht mehr in Betrieb ist, haben wir Ersatzprogramme vorbereitet, wie zB Konditionstraining, Weltcup-Analysen, Vorträge über Skipräparation, …

Braucht mein Kind Taschengeld? Wenn ja wie viel?

Man kann bei ARC die Liftkarte und das Hotel mit Vollpension zum Skitraining dazu buchen. Darüber hinaus benötigt man eigentlich kein Geld mehr, außer vielleicht für Getränke oder Snacks für die Piste.

Gibt es eine Lernmöglichkeit für die Schule während des Trainingscamps?

Besonders die Athleten, die über einen längeren Zeitraum bei ARC bleiben, müssen sich oft begleitend um ihre Schularbeiten kümmern. Bitte informiere unser Büro rechtzeitig darüber, damit wir dafür Zeit einplanen. Sollte das Kind Hilfe benötigen, organisieren wir gerne einen Privatlehrer, der sich direkt im Hotel um Ihr Kind kümmern wird.

Kann man das ARC auch ohne Hotel buchen?

Natürlich, kein Problem. Effizienter ist aber im gleichen Hotel wie die Trainer und die anderen Athleten zu wohnen, da wir einen sehr intensiven Tagesablauf haben. Darüber hinaus sollte der Athlet die internationale familiäre Atmosphäre im Hotel und all‘ die neuen Freundschaften nicht missen.

Kann man auch länger buchen wie eine Woche / Session?

Viele unserer Athleten bleiben mehrere Wochen bei uns. In diesem Falle planen wir natürlich das Trainingsprogramm entsprechend und stellen sicher, dass der Athlet genügend Erholungsmöglichkeiten hat. Ein längerer Aufenthalt ermöglicht natürlich größere Fortschritte.

Ich bin Vegetarier, wird darauf Rücksicht genommen?

Das ist kein Problem. Bitte einfach bei der Anmeldung in unserem Büro darauf hinweisen, dann informieren wir das Hotel vor Deiner Anreise.

Was passiert bei Verlust des Lifttickets?

Wenn die Liftkarte über unser Camp gebucht wird, notieren wir die Codenummer jedes Athleten. Sollte nun ein Rennläufer seine Liftkarte verlieren, wird unsere Campleitung sich um eine neue Karte kümmern. Der Athlet muss lediglich € 2,00 für das Depot des Tickets bezahlen. Kauft man die Liftkarte selbst, sollte man unbedingt die Codenummer aufschreiben, da man sonst eine neue Karte kaufen muss.

In welcher Sprache wird unterrichtet?

Jeder Trainer von ARC spricht zumindest Deutsch und Englisch. Einige unserer Trainer haben aber auch noch weitreichendere Sprachkenntnisse.

Darf ich als Elternteil beim Training zuschauen?

Natürlich können Eltern zum Beispiel in der Mitte des Rennkurses stehen oder die Video-Analyse aus dem Hintergrund beobachten. Nicht gewünscht ist aber, dass Eltern ihren Kindern zusätzliche Informationen / Korrekturen während des Trainingsprozesses mit ARC geben. Skifahren ist ein sehr komplexer Sport und erfordert bereits hohe Konzentration. Erhält der Athlet dann noch unterschiedliche Anweisungen von seinem Trainer und Elternteil, ist kein entsprechender Lernerfolg möglich.

Was muss ich alles zum Sommer Camp mitbringen?
  • Riesenslalom- und Slalom Ski
  • Skischuhe
  • Skistöcke
  • Helm
  • Handschuhe
  • Skibrille
  • Protektoren
  • Skibekleidung für warme und kalte Tage.
  • Rucksack
  • Eine Flasche Wasser für das Training
  • Regenmantel
  • Bekleidung für Konditionstraining für warme und kalte Tage
  • Turnschuhe für das Konditionstraining
  • Material für Skipräparation (Tische, Einspannvorrichtungen und Bügeleisen sind vorhanden)
Ist mein Kind alleine im Zimmer? Wie wird die Zimmereinteilung gemacht?

Kommen Freunde gemeinsam in unser Camp, können sie natürlich auch zusammen im Zimmer sein – dies einfach bei der Anmeldung in unserem Büro bekannt geben. Athleten, die alleine anreisen, werden entsprechend ihrem Alter in 2 bzw. 3-Bettzimmern eingeteilt. Auch Einzelzimmer sind natürlich gegen einen kleinen Aufpreis möglich.

Muss man für die Skipräparation das gesamte Material selbst mitbringen?

ARC hat einen eigenen Raum für die Skipräparation seiner Athleten vorbereitet. Es stehen mehrere Tische mit Einspannvorrichtungen und Bügeleisen zu Verfügung. Sonstiges Material wie zum Beispiel Feilen, Feilenhalterungen, Wachs, … muss selbst mitgebracht werden. Sollte ein Athlet etwas vergessen haben oder ein bestimmtes Werkzeug noch nicht haben, kann das im Camp erworben werden.

Muss man eine gesonderte Sport- /Unfall- /Reise-Versicherung abschließen?

Ja. Bei Ausübung eines Rennsportes sollte man – ungeachtet seiner Teilnahme an Austria Racing Camps – stets für eine ganzjährliche, ausreichende Versicherung Sorge tragen. Der Abschluss einer entsprechenden Sport- und Unfallversicherung wird daher dringend empfohlen. Auch eine Reiseversicherung bietet sich grundsätzlich bei jeder Reise an.